25 Jahre Brings feiern Jubiläum mit Album und Open-Air-Konzert

   

 

 

 

 

 

 

Peter Brings. Foto: Worring

 

 

Mein liebster Titel auf der Jubiläums-CD ist der „Kölsche Jung“. Das Lied singe ich immer wieder gerne. Ich hatte schon längere Zeit versucht, ein Lied über die kölsche Sprache zu schreiben. Und Sätze wie „Sprich ödentlich“ habe ich mir doch früher selbst oft genug anhören müssen. Das ist schon alles sehr authentisch.

Aber als ich mit dem Text ankam, gab es große und lange Diskussionen in der Band. Die Nummer lag monatelang rum, wir waren uns nicht sicher. Bei einer Session im Proberaum kam dann noch der „Oh, Oh, Yeah, Oh“-Chor dazu, der in meinem ursprünglichen Lied nicht drin war, aber noch so den letzten Schliff gegeben hat.

Dann haben wir die Nummer einfach mal bei einem Konzert in der Reihe „Kunstrasen“ in Bonn ausprobiert. Textzeilen wie „Deutschunterricht war nix für mich“, passten doch zu unserer Klientel. Und als das die Leute sogleich mitgesungen haben, war mir klar: „Alles richtig gemacht.“

Der nächste Versuch vor einem großen Publikum war bei der Saisoneröffnung des 1. FC Köln. Da standen auch eine ganze Reihe Musiker-Kollegen um die Bühne und hörten zu. An deren Gesichtsausdruck konnte man sehen, dass wir einen richtig guten Song am Start hatten. Wir haben den Titel später nochmals im Stadion gespielt und das zugehörigen Video mit Hunderten von Brings- und FC-Fans auf der Südtribüne aufgenommen.

Auch bei den Eishockey-Spielen der Haien läuft der „kölsche Jung“ rauf und runter. Dieses Lied wird mit Sicherheit die nächsten Jahre überleben.

Stephan Brings – „Sulang mer noch am lääve sin“

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Stephan Brings. Foto: Worring

 

 

Für mich ist „Sulang mer noch am lääve sin“ eine der wichtigsten Nummern bei unseren Konzerten. Inzwischen hänge ich so richtig an dem Lied und auch an den Videos, die wir dazu zeigen. Bilder von Leuten die inzwischen verstorben sind, aber die uns etwas bedeutet haben.

Das sind Popstars wir Jimi Hendrix, David Bowie und Prince dabei, für den wir gerade den Adenauer mal vorerst aussortiert haben. Weil Prince auch besser aussieht. Aber wir zeigen auch Bilder von Willi Ostermann, Trude Herr und unserem ersten Manager Karl-Heinz Pütz, von Hildegard Knef, Beate Uhse und Rosa Luxemburg. Diese wollten wir unbedingt dabei haben.

Die erste Strophe („Mer sin wirklich offe, mer schwaade nit drömröm. Uns Hätze schlage allesamp im Rhythmus vun ’ner Trumm. Mer drieße jet op Morje, denn hück han mer ’ne Lauf. E schläch Jewesse un Sorje, die nemme mer in Kauf“) stammt von meinem Bruder, den restlichen Text habe ich beigesteuert. Die zugehörige Musik ist dann nach und nach bei uns im Proberaum entstanden.

Seit ein paar Jahren ist da noch ein Posaunensolo hineingekommen, das der Schnucki (unser Posaunist Michael Theising-Tegeler) spielt. Zudem zitieren wir ab und an auch noch Passagen aus dem hebräischen Volkslied „Hava Nagila“. Da haben uns anschließend schon öfter mal Leute gefragt, warum wir denn so ein jüdisches Lied spielen. Die klare Antwort von mir: „Weil es schön ist.“

Harry Alfter – „Halleluja“

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Harry Alfter. Foto: Worring

 

 

Ich mag „Halleluja“, vor allem die zweite Strophe, in der es heißt: „Do häs jedach et Lääve hät ne Sinn. Alles weed jod, alles haut hin, un häs do dann di Liehrgeld berappe müsse. Ejal wie deef do jefalle bes, wie ramponiert do widder küss, nimm dir e Hätz un sing: Halleluja.“

Stephan hatte das geschrieben, aber da war es zunächst eher eine Klampfen-Nummer, so eine Art Lagerfeuer-Ballade. Dann habe ich in den Sommerferien den Titel musikalische bearbeitet und darauf aufbauend mit Peter heimlich eine Disco-Nummer draus gemacht. Als Stephan das zum ersten Mal hörte, fand er es gleich super, obwohl er sonst bei so Vorschlägen eher skeptisch ist und mal abwinkt.

Nur Schlagzeuger Christian war strikt dagegen: „Das geht gar nicht. Nur über meine Leiche.“ Da hatten wir gleich eine richtige Diskussion am Gang. Aber uns anderen war schnell klar: „Das wird ein Hit. Auch im Karneval.“ Warum auch nicht. Schließlich ist der Karneval eine hoch-katholische Veranstaltung. Und mehr wie Halleluja geht nicht.

Kai Engel – „Niemols im Lääve“

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Kai Engel. Foto: Worring

 

 

Ich mag am liebsten „Niemols em Lääve“. Das klingt gut auf dem Piano und ich kriege jedes Mal immer noch eine Gänsehaut, wenn fast das gesamte Publikum mitsingt: „Ich hat niemols im Lääve su e Feeling im Boch. Un ich dät alles jeffe – du hät’s dat Feeling och.“

Der Song war ursprünglich auf dem Album „5“, das vor genau 20 Jahren erschienen ist, und den haben wir danach lange Zeit nicht mehr gespielt. Aber dann ist da noch so ein Mitsing-Teil hinzugekommen und dadurch ist die Nummer – vor allem, wenn wir sie live spielen – fast wieder wie neu geworden. Da gehen die Leute voll drauf ab.

Vom Text her ist das ein ganz klassisches Liebeslied, das der Peter damals für eine seiner längst verflossenen Freundinnen geschrieben hat. Erst mit der Zeit ist daraus eine ganz starke Ballade geworden. Aber schon damals um 1997 war das Lied in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ein richtiger Radio-Hit. In Stuttgart und Mannheim, in Heidelberg und Karlsruhe kamen zu der Zeit knapp 100 Leute zu unseren Konzerten. Das war für unsere damaligen Verhältnisse richtig viel.

Christian Blüm – „Bis ans Meer“

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Christian Blüm. Foto: Worring

 

 

Mein Favorit ist ganz eindeutig „Bis ans Meer“. Bei diesem Lied kann ich bei jedem Konzert so ganz bis an meine Grenze gehen und da muss ich so richtig reinhämmern. Die Nummer ist gut für meine Physis. Ich stehe ja auch auf Schlagzeuger, die geradeaus spielen. Und genau das kann ich da. Bei dem Lied komme ich voll ins Schwitzen und fühle mich anschließend erst einmal ausgepumpt. Aber das macht Spaß.

Als Peter mir die Nummer irgendwann im Jahr 1997 in seinem Garten in Meckenheim – da wohnte er damals – erstmals vorgespielt hat, war ich sogleich ergriffen. „Es war egal, in welchem Bett man nachts schlief. Die Nacht war sowieso nicht lang. Wir sind getrampt von Köln bis Paris und total versackt in Amsterdam.

Sag jetzt nicht, das sei sentimental und außerdem schon lange her. Wenn wir wollen, dann geht das noch mal. Heut Nacht ziehen wir los bis ans Meer…“, heißt es in dem Text, in dem Peter Wochenendausflüge nach Amsterdam verarbeitet hat, die nach Besuchen in verschiedenen Coffee-Shops stets mit Partys am Meer endeten – zumeist am nahe gelegenen Strand in Zandvoort.

Konzert im Rhein-Energie-Stadion

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Eko Fresh (v.l.), Major Heuser, Chris Thompson und Florian Silbereisen sind Gäste beim Jubiläumskonzert im Stadion. Foto: Banneyer

 

 

Auf das hochkarätig besetzte Rockspektakel am Samstag (4. Juni) im ausverkauften Rheinenergie-Stadion können sich die mehr als 40.000 Fans freuen.

Die Generalprobe ist schonmal gelungen: Am Donnerstagabend spielten Brings – sichtbar und hörbar richtig gut aufgelegt – im randvollen Gloria schon einmal das gesamte Programm mit rund 30 Songs durch.

Da waren außer einem Dudelsack-Trio, einem Bläser-Quartett sowie einem Soul- und Gospelchor alle Gäste dabei, die mit den kölschen Musikern das Stadion rocken wollen. So die Bläck Fööss als ewige Vorbilder und Ex-Bap-Gitarrist Klaus „Major“ Heuser, der die ersten drei Brings-Alben produziert hatte. Dazu Rapper Eko Fresh, TV-Moderator Florian Silbereisen mit seinem Knopfakkordeon – und Chris Thompson, der frühere Sänger der Manfred Mann’s Earth Band.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger

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