40 Jahre BAP – Niedecken und Nena verzaubern die Arena

   

 

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Affrocke! Wolfgang Niedecken lud am Abend zum 40. Band-Geburtstag in die Arena. Foto: Decker

Nur geträumt? Nein, da steht sie wirklich: Nena! Wolfgang, „do kanns zaubere“! Niedecken und Nena – dieses magisches Duett ist einer von gleich mehreren Höhepunkten beim Heimspiel zum 40. Geburtstag der Band in der ausverkauften Lanxess-Arena.

Was die beiden Musik-Legenden bei der Vox-Show „Sing meinen Song“ fürs TV in Südafrika produzierten, ist in Köln der erste gemeinsame Konzert-Auftritt. Darüber wundern sich nicht nur die beiden – schließlich kennen sich Niedecken und  Nena seit einer gefühlten Ewigkeit. Und genauso vertraut wirken sie auf der Bühne.

15.000 Fans sind nicht nur deshalb aus dem Häuschen.  „Frau ich freu mich“, „Ne schöne Jrooß“ gleich zum Auftakt – in der Arena ist der „Papst am boxen“, wie Niedecken singt. Bei diesem BAP-Konzert ist „Nix wie bessher“.

40 Jahre, da ist so mancher Fan älter geworden, aber im bestuhlten Innenraum mag kaum einer sitzen – nur „Aff un zo“. Zu schön sind die Erinnerungen an viermal zehn Jahre – den Soundtrack nicht nur einer Generation.

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Wolfgang Niedecken und Nena – zwei, die sich seit Jahren verstehen, wie sie am Abend auch auf der Bühne bewiesen. Foto:privat

 

Es sind vor allem Songs, die Niedecken „E paar Daach fröher“ geschrieben hat: All das ist „verdamp lang her“. Aber man geht weiter „Jraduss“ – und feiert das! „Was geht hier  ab, mein lieber Mann. Es scheint sich um Köln zu handeln!“

Richtig, Herr BAP! Und mit „Dausende vun Liebesleedern“ serviert er genau den Heimatsong, der so herrlich unverkrampft daherkommt. Karneval macht Spaß, zeigt dazu das Video. „Vielleicht bin ich altersmilde oder altersweise geworden“, wundert sich Niedecken über sich selbst.

Hier ist aber nicht immer „Alles em Lot“: Niedecken erzürnt sich nach wie vor an gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten („Absurdistan“). Und er zeigt, wie brandaktuell Songs wie „Kristallnaach“ in Zeiten von AfD sind. Flüchtlinge und Afrika sind ebenso ein Thema: „Vision von Europa“ widmet er dem kürzlich verstorbenen Cap-Anamur-Gründer Rupert Neudeck.

„Noh all dänne Johre“ kann die Band zwar nicht jeden Liedwunsch erfüllen. Aber das ist alles „halv su wild.“

Nach „Et letzte leed“ war doch noch nicht Schluss. Karnevals-Legende Hans Süper (80) trat auf, mit dem ihm bekannten Charme und Blödsinn. Und stimmte auf der Mandoline „Heimweh noh Kölle“ an.

Die Arena sang mit – ergriffen, melancholisch, kölsch. Auch Hans Süper kann zaubere!

Quelle: express.de

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