Bielsteiner Karnevalisten proklamieren Prinzenpaar

   

Bei der Proklamation am Samstag stand in Bielstein die Inthronisierung des neuen Prinzenpaars an. Die 21-jährige Prinzessin Pia ist mit dem Karneval aufgewachsen. Vater Martin muss sich mit der Prinzenrolle noch anfreunden.

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Showtalent: Prinzessin Pia ist ein echtes Bielsteiner Eigengewächs und weiß, wei man einen Saal zum Jubeln bringt. Prinz Martin ließ ihr gern den Vortritt. (Fotos: Dierke)

Ein Auftritt mit Knalleffekt: Konfettikanonen kündigten den Einmarsch der neuen Tollitäten an. Im Scheinwerferlicht strahlte Prinzessin Pia, in die Luft gehoben von einem Tanzoffizier. Eine Mariechenprinzessin, das hat es wohl noch nicht oft gegeben im Bielsteiner Karneval.

Prinz Martin II. aus dem Hause Bischoff überließ ihr gern den Vortritt, schließlich ist der stolze Vater. Solch eine Kombination hat es übrigens durchaus schon einmal gegeben, nämlich 1994/95 als Wilfried Lenz und Tochter Britta Schultheis in Bielstein regierten. Zum Auftakt der Proklamation am Samstag wurde aber zunächst einmal das alte Prinzenpaar verabschiedet. Wolfgang „Mille“ Müller und seine Monja bedankten sich für eine „geile Session“ und gaben als Anheizer noch einmal alles. Der einzige oberbergische Karnevalsverein mit angeschlossener Brauerei gönnte seinem Publikum danach keine Pause, sondern legte mit den Bomiger Höhenspatzen nach. Die Boygroup ist prominent besetzt, unter anderem beweisen hier KVB-Vorsitzender Michael Röser und Präsident Michael Becher ihr Gesangstalent. Mit Klassikern wie „Viva Colonia“ und neuen Hits wie „Stadt met K“ brachten sie den Saal auf die Beine.

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Dann stand die Inthronisierung des neuen Prinzenpaars an. Michael Becher stellte die beiden noch einmal vor. Die 21-jährige Prinzessin ist mit dem Karneval aufgewachsen. Seit dem siebten Lebensjahr tanzt Pia Bischoff in den Bielsteiner Gruppen, derzeit bei den Tanzmäusen – beste Voraussetzungen für eine schmissigen Auftritt. Als Höhepunkt ließ sie sich von einigen jungen Kerls aus ihrem Gefolge nach Gardetanzmanier an die Bühnendecke hieven und in die Luft werfen. Da war Musik drin!

Vater Martin muss sich mit der Prinzenrolle noch anfreunden. In seiner Nervosität bezeichnete der FC-Fan das Stofftier, den als Maskottchen bei sich trug, zum Gaudi des Publikums als „Ziege“ – wo jeder weiß, dass Hennes nur als „Geißbock“ abgesprochen werden darf. Gut, dass es ein verlässliches Schmölzjchen gibt: Der Hofstaat besteht zum Großteil aus Familienmitgliedern, vom Bruder über Cousinen und Nichten bis hin zu Ehefrau Petra, die zwar nicht als Prinzessin in die erste Reihe treten mochte, ihren Gatten aber als Prinzenmanagerin gerne unterstützt.

Der niederrheinische Büttenredner Christian Pape eröffnete den zwanglosen Teil des Abends mit einem nostalgischen Rückblick auf die 80er Jahre, auf Fernseher ohne Fernbedienung und Telefone mit Wählscheibe. Wenn die Prinzessin einen Witz nicht verstanden haben sollte, wird ihr Vater im Nachhinein alles erklärt haben.

… für Euch gefunden auf rundschau-online.de
… weitere Infos unter Karnevalsverein Bielstein 1985 e.V.

 

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