Bielsteiner Rosenmontagszug lockte tausende Jecke

   

Einen blauweißen Himmel beschwört das Bielsteiner Prinzenpaar in seinem Sessions- und Zugmotto. Und am Ende kam es denn auch so, nachdem am Anfang einige dunkle Wolken am Horizont aufgezogen waren. Allemal gaben die Wettervorhersage anders als im Vorjahr keine Veranlassung, am Rosenmontag zu Hause zu bleiben, und so säumten tausende gut gelaunte Zuschauer den Zugweg.

Viel Holz vor dem Wagen hatten die Fischbacher. Die Almhütte war gleichermaßen eine Gaudi für Besatzung und Zuschauer. Foto: N. Kleinjung




Die Wagen und Fußgruppen bahnten sich ihren Weg durch ein bunt kostümiertes Menschenmeer. Am weitläufigen Busbahnhof gab es schon in dritten Reihe viel Beinfreiheit, in der Brauereikurve wurde es enger, aber auch gemütlicher. Vom Balkon des „Bonjour“-Restaurants herab begrüßten KV-Präsident Michael Becher und Co-Moderator Helge Trippe die vorbeiparadierenden Gruppen und forderten das Fußvolk nicht nur einmal zu Kapaaf-Rufen auf – zum ersten Mal, als der Vereinssenat mit seinem barocken Prunkwagen auftauchte. Darauf ein Thron, von dem herab Senatspräsident Rolf Gurbat huldvoll winkte; er feierte seinen 71. Geburtstag.

Mit Kapaaf empfangen wurden auch wieder die Abordnungen der Vereine aus Ründeroth und Denklingen, die ihren eigenen Umzug bereits hinter sich hatten und darum teils um so ausgelassener, teils aber auch etwas erschöpft im Zugabezug mitmischten.

Ein Stimmungsfeuerwerk bot die vereinseigene „Raketen“-Gruppe, die mit Wagen und Fußgruppe die Geschichte des Tanzes bis zum Rock’n’Roll zurückverfolgte.




Originelle Beiträge gab es aus dem ganzen Wiehler Stadtgebiet: Wie schon in Denklingen sorgte für besonderes Aufsehen die Almhütte der Fischbacher, ein Spektakel auf Rädern. Kleiner, aber ebenso liebevoll gestaltet war das bruchgelandete Ufo, dem eine 75-köpfige Gruppe von Außerirdischen aus Marienhagen und Umgebung folgte. Das Motto: „Die Bergdörfer haben ’nen Knall, das weiß man sogar im weitesten All.“

Witzige Gruppen stellten die DLRG-Fischköpfe, die Hohler Bären mit ihrem Zirkuszelt und das First-Reisebüro als Löwenrudel. Die Kraftzentrale des Bielsteiner Karnevals sind seine jungen Tanzgruppen, was man auch dem Umzug ansehen konnte: Einen witzigen Wagen bevölkerten beispielsweise die Crazy Boys an Girls als 101 Dalmatiner.

Tierischen Spaß hatten die Bielsteiner Crazys mit Wagen und Kostümen im Dalmatiner-Design.




Und am Ende kam das Prinzenpaar, das in dieser Session dem KVB eine ordentliche Portion siebenbürgische Feierlaune verpasst hat. Für Prinzessin Astridt war der Rosenmontagszug der Höhepunkt. Prinz Helmuth I. wollte sich zumindest vorher nicht festlegen: „Jeder Auftritt war schön, wenn die Leute mitgemacht haben.“ An diesem Tag konnte er sich nicht beschweren.

Auch nicht über die Ausdauer der Bielsteiner Karnevalsfreunde: Erneut strömten hunderte Unentwegte nach Zugende in die Ladehalle der Brauerei, wo das Kölsch direkt an der Quelle verkostet und bei freiem Eintritt bis spät in den Abend gefeiert wurde.

Auf der Zielgraden ihrer Session gaben Prinzessin Astridt und Prinz Helmuth I. noch einmal alles und konnten auf die himmlische Unterstützung von Hofdame Natascha und Prinzenführer Alex zählen.

Quelle: rundschau-online.de







 

 

           
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