Brings feiern kölsches Jubiläum in Köln-Deutz

   

Auf das Wohnzimmer von Brings wäre wohl jeder ein wenig neidisch: Die Kölsch-Rocker haben bei ihrem Open-Air-Konzert am Samstag kurzerhand den gesamten Tanzbrunnen zu ihrer Wohnstube erklärt. Zumindest fühlt es sich für Sänger Peter Brings so an, wie er gleich zu Beginn nach dem Einstieg mit „Arsch huh, Zäng ussenander!“ kundtat. Verständlich: Hatten die fünf Musiker doch erst Augenblicke zuvor von KölnKongress-Geschäftsführer Bernhard Conin eine Ehrentafel und Stern verliehen bekommen anlässlich ihres 11. Jubiläums am Tanzbrunnen.


Stephan Brings in seinem Element: Vor 11 000 Zuschauern ließ er beim Konzert im Tanzbrunnen den Bringsschen Rock wehen – das hat Tradition. (Foto: Meisenberg)

 

 

Die Stimmung beim ausverkaufen „Wohnzimmerkonzert“ war familiär. Das bewiesen vor allem die zahlreich anwesenden Kinder. Auch wenn für einige das Fußballspiel, das sie auf einer der Rasenflächen im hinteren Gelände austrugen, interessanter schien, als das Geschehen auf der Bühne. Was kaum an der Band gelegen haben wird. Denn Brings machten keinerlei Anstalten, es bei ihrem Kölschen Jubiläum bequemer angehen zu lassen als sonst. Drei Stunden powerten sie drauf los, voller Spielfreude und Elan, mit einer Energie, wie sie in Köln kaum eine zweite Band an den Tag legt.

Den dadurch zwischen Band und Fans entstandenen Energieaustausch nutzten Brings gekonnt, um immer wieder kleine und größere Highlights zu setzen. Etwa wenn Gitarrist Harry Alfter mitten im Hit „Superjeilezick“ einen ACDC-Huldigungs-Riff spielt. Mit dem neuen Lied „Nur die Liebe gewinnt“ zeigten die Musiker sogar Mut zum Hochdeutschen. Das macht aus Sicht der Band sicherlich nicht nur deswegen Sinn, weil es bekanntlich kein kölsches Wort für „Liebe“ gibt, sondern auch, weil sie ihr „Statement, gegen das, was auf der Welt derzeit alles passiert“ möglichst weit streuen will.

Unterstützung in ihrem Wohnzimmer gab es von den Paveiern und von Peter Schütten. Für Brings unterbrach der ehemalige Frontmann der Bläck Fööss seinen Ruhestand und lieferte mit einem von Tausenden Kehlen unterstützten „Du bes die Stadt“ bereits einen frühen emotionalen Höhepunkt.

 

Sicherheitskontrollen am Tanzbrunnen

Am Tanzbrunnen sind die Sicherheitskontrollen Sache des Veranstalters – auch Brings brachte einen eigenen Sicherheitsdienst mit. Je nachdem sind die Kontrollen mehr oder weniger streng.

Beim ausverkauften Konzert der kanadischen Band Arcade Fire am Freitag waren die Kontrolleure strikt: Jeder Konzertbesucher wurde abgetastet und Taschen wurden kontrolliert. Lange Schlangen gingen fast bis zur Hohenzollernbrücke.

Die dadurch verlängerte Wartezeit wolle man durch frühere Einlasszeiten ausgleichen, so Bernhard Conin, Geschäftsführer von KölnKongress. Mindestens zwei Stunden vor Konzertbeginn werden die Besucher eingelassen. Für die Zukunft denke man aber auch über elektronische Detektoren nach.

Quelle: rundschau-online.de

           
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