„Jeckentreff“ am Aggerstrand

   

Beim „Jeckentreff“ am Aggerstrand staunten nicht nur die Gäste aus Syrien: Nach einer Geschichtsstunde durch den Bürgermeister zeigte Prinz Michael II. sein Können beim Tanz an der Stange.

Bilder: Ingo Lang, AWO — Bürgermeister Karthaus (hinten li.) fesselte seine kleinen und großen Zuhörer, mit Geschichten aus der Ründerother Geschichte.




Dem Kinderprinzenpaar der Närrischen Oberberger Oliver I. und Victoria, seinem jecken Schmölzchen und Flüchtlingskindern etwas über Ründeroth erzählen – diese „Aufgabe“, die ihm bei der Proklamation des närrischen Nachwuchses gestellt wurde, war ganz nach Bürgermeisters Dr. Gero Karthaus Geschmack. Im Handumdrehen entführte der Rathauschef die kleinen und großen Zuhörer im Mehrgenerationentreffpunkt am Aggerstrand in längst vergangene Zeiten.

Den vorwiegend aus Syrien stammenden Flüchtlingskindern erzählte er, dass Ründroth fast genauso alt wie das 1.000-jährige Aleppo sei: nämlich 900 Jahre. Auch hier sei es der Handel gewesen, der bescheidenen Wohlstand in den Ort gebracht habe. Eine wichtige Handels-Route sei die nach Dortmund gewesen. Die Waren seien damals mit Ochsengespannen transportiert worden, die täglich nur rund 20 Kilometer schafften. Für eine Strecke brauchten sie also eine Woche. Die Agger hätte nur an einer Furt passiert werden können, weil es noch keine Brücken gegeben hätte.

Über Bergwerke und den Bau von Fabriken während der Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts berichtete Karthaus ebenso wie über die 1950er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, als Ründeroth beliebte „Sommerfrische“ für Urlauber von Rhein und Ruhr gewesen sei. Damit auch die syrischen Kinder und Eltern verstehen konnten, worüber der Rathauschef da so kurzweilig plauderte, übersetzte Rania Saleh von der Caritas-Flüchtlingsberatungsstelle die Ausführungen ins Arabische. Mit Kinderprinzenführer Andreas Reif war sich der Bürgermeister schließlich einig, dass es wahrscheinlich keine zehn Jahre mehr dauere, bis ein syrisches Schmölzchen den Jeckennachwuchs an der Agger regiere.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stangentanz – Kein Problem für Prinz Michael II. aus dem Hause Wiebach. Da staunten selbst die Funkenmariechen nicht schlecht.




Hatten die amtierenden Regenten Oliver I. und Victoria bereits mit Tänzen und Sessionsliedern aufs aktuelle Motto „Jeck op K“ Fastelovendsfreude verbreitet, setzte die närrische Erwachsenen-Abteilung im Bademeisterturm noch einen drauf: Prinz Michael II. aus dem Hause Wiebach tanzte dort an der Stange, dass seinen Mariechen vor Staunen der Mund offen stand. Auch Jungfrau Ursel versuchte sich danach in dieser Disziplin.

Wie es zu dieser einzigartigen Einlage gekommen ist? Der Bürgermeister überraschte bei der Prinzenproklamation Michael II. mit dem Sprungbrett aus dem ehemaligen Freibad Ründeroth, in dem Michael Wiebachs Vater lange als Bademeister gearbeitet hat. Dafür bedanken könne sich der Prinz ja mit einem Tänzchen an der Stange des Bademeisterturms, hatte Karthaus unter Applaus des Narrenvolks bei der Proklamation vorgeschlagen. Mit der Einlage begeisterte Michael II. nicht allein seine Funkemariechen, sondern auch AWO-Geschäftsführerin Martina Gilles und Elif Aksabun, Leiterin des Mehrgenerationenparks am Aggerstrand und des AWO Jugendzentrums.

Quelle: oberberg-aktuell.de




 

           
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