Großer Jubiläumszug in Wipperfürth

   

Bunt, ausgelassen und mit viel Fantasie, so präsentiert sich im Wipperfürther Jubiläumsjahr der große Karnevalszug. Mit 44 Fußgruppen, Wagen und Musikkapellen fällt er, zur Freunde vielen großen und kleinen Jecken am Straßenrand, deutlich größer aus als in den Vorjahren.

Einige Gruppen wie „Noh bieneen“ sind zum ersten Mal dabei. Bewohner und Mitarbeiter der Einrichtung für Behinderte haben sich als farbenprächtige Zauberer herausgeputzt. „Wir wollten es einfach mal ausprobieren“ sagt Inge Röckerath von“ Noh bieneen“. Das genaue Gegenstück zu den Newcomern ist Ali Lubomierski, der 2017 sage und schreibe zum 63. Mal beim Wipperfürther Zug mitläuft, dieses Mal mit einer ganzen Familiengruppe in Robin-Hood-Kostümen.

So ein Tag . . . Prinzessin Tanja und Prinz René genießen den Zug. Fotos: Gies




Die Roboter sind auf dem Vormarsch, doch im Krankenhaus haben sie nichts zu suchen – das finden die Mitarbeiter der Helios-Klinik. Die Messdiener haben sich mit vielen bunten Luftballone um den Bauch als Weintrauben verkleidet.

Viele Gruppen greifen, passend zum Stadtjubiläum, ein Kapitel der Stadtgeschichte auf. Sowohl die Reitergemeinschaft Kremershof als auch die Wipp-Bürger widmen sich mit viel Liebe zum Detail dem Stadtbrand und tragen flammend bunte Perücken. Die BEW-Mitarbeiter kommen als stolze rote Löwen mit blauen Kronen anmarschiert, die Angestellten der Fleischerei Meister Blumberg marschieren als jecke Kühe und Hühner mit.

Die Frauen der KFD St. Nikolaus gehören auch dieses Jahr wieder zu den schönsten Fußgruppen im Zug, als lebensgroße Rosen gratulieren sie der Stadt zum Jubiläum. Echt zum Gruseln dagegen sind die Geister des Franziskusheimes. Ein Hingucker ist auch der Stöpgeshof, der ein Festbankett auftischt – die Damen gehen als leckere Torten, die Herren als Champagnerflaschen. Die „Echten Fründe“ haben eine imposante Stadtmauer wieder aufgebaut, die IG Siebenborn – verkleidet als alte Ägypter – eine große Pyramide. „Make Stöpgeshof great again“, hießt es dort mit einem kleinen Seitenhieb auf US-Präsident Donald Trump.




Was wäre der Karnevalszug ohne Musik? Mit dem Musikverein Kierspe, dem Musikverein Wipperfürth und dem Fanfarenzug aus dem niedersächsischen Groß-Gronau sorgen drei Kapellen für Livemusik, aber die meisten Gruppen haben ebenfalls Musik dabei. Besonders „Leev Marie“ von den Paveiern und „Stadt met K“ von Kasalla erfreuen sich dieses Jahr großer Beliebtheit.

Fester Bestandteil des Wipperfürther Zuges sind auch die Tanzgruppen – die Spark Dancers aus Kreuzberg und die Bärchen und die Tanzgarde von Blau-Weiß Neye sind mit dabei und unterhalten das Publikum. Und zum Schluss kommt, wie kann es anders sein, das Wipperfürther Prinzenpaar. Prinzessin Tanja und Prinz René werfen Kamelle aus vollen Händen, zur Freunde der großen und kleinen Jecken.

Bedingt durch die Baustelle, muss der Zug dieses Mal einen etwas anderen Weg nehmen und biegt an der Ellersecke in die Untere Straße ein. Vielleicht eine Lösung mit Zukunft, denn anders als in den Vorjahren ist in der Unteren Straße dieses Mal richtig gute Stimmung. An den Straßenrändern ist richtig viel los. Schon in der Neye-Siedlung stehen die Jecken dicht gedrängt, als das närrische Treiben startet. Zugleiter Klaus Pusch ist zuversichtlich und freut sich ebenso auf einen tollen Zoch. Das Wetter spielt mit und so ist die Stimmung im und am Zoch kaum zu toppen. Das Prinzenpaar strahlt um die Wette, und schmeißt mit vollen Händen Kamellen. Rund fünf Stunden ist der närrische Lindwurm unterwegs, als er am Marktplatz eintrifft, wo die Jecken kräftig feiern. Ohne Pannen und Unfall kommen die Zugteilnehmer restlos begeistert, aber auch erschöpft an.




Die Preise für die besten Wagen und Fußgruppen

Der 1. Preis bei den Wagenbaugemeinschaften geht an die „Wipp-Bürger“ und ihre detailreiche Darstellung des Stadtbrandes von 1795. Der 2. Preis geht an die „Echten Fründe“ und ihre Wipperfürther Stadtmauer. Den 3. Preis erhalten die Karnevalsfreunde Zintagen und ihre Smileys.

Bei den Fußgruppen holt das Festbankett aus dem Stöpgeshof – die Herren als Champagnerflaschen, die Damen als Festtorten – den 1. Platz. Auf dem 2. Platz landen die lebensgroßen Rosen der KFD Wipperfürth, gefolgt von den farbenprächtigen Flammen der Reitgemeinschaft Kremershof (Platz 3) , die damit auf die vielen Wipperfürther Stadtbrände anspielt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




Zudem gibt es beim Wipperfürther Zug wieder viele Sonderpreise: Der Sonderpreis des Bürgermeisters geht an die Messdiener als lebende Weintrauben, die CDU Wipperfürth zeichnet das Tanzcorps Blau-Weiß Neye aus. Die Gruppe Querbeet gewinnt den Sonderpreis der SPD, der Preis der Wipperfürther Grünen geht in diesem Jahr an die Gruppe „Hai-to-Kreuzberg“. Die FDP zeichnet die gruseligen Geister des Franziskusheimes aus, die Kreissparkasse Köln vergibt ihren Preis an die alten Ägypter der IG Siebenborn und ihre Pyramide. Die Volksbank Wipperfürth-Lindlar ehrt die bergischen Löwen des Energieversorgers BEW und außerdem die poppig-bunten Grenztänzer. Der Sonderpreis der Partnerstadt Surgères geht an die Zauberer von „Noh bieneen“, der Sonderpreis des Einzelhändlerverbandes ESW an die Helios-Roboter, der BEW-Preis an den VfR.

Quelle: rundschau-online.de




 

 

           
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