Kafi Biermann gibt sein letztes Bläck Fööss-Konzert

   

„Tschüss Weihbischof – Alles Gute 2017“ hatten Kafi-Fans auf ein riesiges Transparent geschrieben. Kafi Biermann (70), der Bläck Fööss-Sänger mit der hellen Stimme, der „su jän ens Weihbischof“ geworden wäre, macht Schluss, geht in Rente.

Kafi Biermann bei seinem letzten Konzert mit den Bläck Fööss. Foto: Daniela Decker

 

 

Die 18. Auflage der Bläck Fööss-Silvestershow am Samstagabend in der Lanxess-Arena ist Biermanns letzter Auftritt für und mit den Fööss. Sein Abschied von der Mutter aller kölschen Bands nach 21 Jahren ist gewollt unspektakulär. Keine großen Reden, kein Tamtam, dafür viel Musik. Mit reichlich Applaus honorierten die rund 9000 Besucher Biermanns gesangliche Leistung und seine Solopartien wie den „Stammbaum“, „Die kleine Saache“ und „E Hätz för Kölle“.

Auch wenn sein Nachfolger, Mirko Bäumer (48), bei Kölns größter Silvesterparty nicht dabei sein konnte, präsentierte die Band ihren Fans neben vielen alten Hits auch Lieder aus dem aktuellen Album „Freiheit Alaaf“, an dem Bäumer als neuer Frontmann und Sänger bereits mitgewirkt hat. Titel wie „Ich ben e Kölschjlas“, „Freiheit Alaaf“ oder „Et jit esu vill Leeder“ haben durchaus Hitpotenzial. Rund dreieinhalb Stunden lang begeisterten die Bläck Fööss ihre Gäste mit Live-Musik, mit Samba, Rock ’n‘ Roll, Swing, Klassik und jeder Menge kölscher Songs bei denen das Publikum kräftig mitsang, mitklatschte und mitschunkelte.

Auftritt als Udo Lindenberg

Ein Streichquartett, ein vierköpfiges Bläserensemble und ein Percussionist unterstützten die Kultband musikalisch und gaben den mehr als 40 Liedern des Abends einen orchestralen Sound. Für Abwechslung im Programm sorgte Moderator Linus, der sich an der Seite der Sängerin Kim Howbridge mit dem klassischen Evergreen „Funiculí, Funiculá“ versuchte und später als „Udo Linusberg“ mit Schlapphut und Lederjacke sein Ding machte.

Bömmel Lückerath betätigte sich als Köbes. Foto: Daniela Decker

 

 

Mit dem Titel „Sailing“ von Rod Stewart überraschte der aus Dover/England angereiste Sänger Drew Smith. „Bömmel“ Lückerath begrüßte ihn als langjährigen, treuen Fööss-Fan, der auch schon im Kölner Rosenmontagszug mitgefahren sei. Kurz vor Mitternacht begleitete „Et Meiers Kättche“ die Besucher dann vor die Arena, wo das neue Jahr mit einem beeindruckenden Feuerwerk friedlich begrüßt wurde.

Kafi Biermann (rechts) an der Seite von Andreas Wegener. Foto: Daniela Decker

 

 

Bei bester Partystimmung ging es anschließend mit „Samba em Veedel“ in die letzte Runde des 18. Silvesterkonzerts der Bläck Fööss. Und Kafi Biermann? „Kriesch doch nit“ singt er eineinhalb Stunden nach Mitternacht und aus zwei Dudelsäcken tönt: „Nehmt Abschied Brüder“. Auf der Bühne ist man gefasst. Im Publikum kullern ein paar Tränen. Das war’s. Tschüss Kafi – mach et jot!

Quelle: ksta.de

           
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