Fööss-Sänger Kafi Biermann geht in Musik-Rente

   

Er geht mit einem Lächeln – und freut sich auf das, was  nun kommt. Samstagabend stand Kafi Biermann (70) zum letzten Mal bei einem Open-Air-Konzert der Bläck Fööss als Sänger auf der Bühne.

Zwar mit Wehmut, aber auch mit einem klaren Blick nach vorne, wie er im EXPRESS-Gespräch verriet.

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Kafi Biermann: Beim Open-Air-Konzert der Fööss im Tanzbrunnen gab er das Mikro symbolisch an seinen Nachfolger Mirko Bäumer weiter. Foto: Decker

 

„Ich will mehr Zeit mit der Familie verbringen und mich meinen Hobbys widmen“, sagt er.  Und auf  die Gesundheit achten:  „In meiner Zeit als Konditionstrainer bei den Haien habe ich alle Übungen mitgemacht – das war ein Fehler. Jetzt habe ich große Rückenprobleme, das lange Stehen auf der Bühne fällt mir  schwer.“

Karneval nicht mehr in Köln

 

Trotz der Malaisen will  der Familienmensch weiter aktiv durchs Leben gehen: „An Karneval gehe ich Skilaufen. Natürlich vorsichtig  – wegen des Rückens. Aber an den tollen Tagen will ich nicht in Köln sein, sondern das mal hinter mir lassen.“

Nicht, weil Biermann etwa einen Graus vor dem Fastelovend hat. Nein, er will das Leben  neben der Bühne genießen. Er ist seit fünf Jahren   Fußballtrainer einer Jugendmannschaft von Frechen 20. Dort spielt auch sein jüngster Sohn (10): „Er ist der Beste in der Mannschaft“, so der stolze Papa.

 

 

Leben im Mehrgenerationenhaus

 

Kafi  Biermann ist ein zufriedener Mensch. Seine Lebenssituation ist toll: „Wir wohnen in einem Mehrgenerationenhaus in Frechen. Der familiäre Zusammenhalt ist eine sehr schöne Sache. So sehen die jüngeren Familienmitglieder auch, was es heißt, älter zu werden.“

Noch etwas hat er sich vorgenommen: Kafi möchte  mehr reisen – vor allem Spanien hat es ihm angetan. „Im Sommer geht es dann nach Nordspanien. Da habe ich vor 43 Jahren in Asturien ein Paradies entdeckt. Zuletzt war ich immer nur einmal im Jahr für ein paar Tage dort. In Zukunft will ich da mehr Zeit verbringen.“

Mitarbeit beim neuen Fööss-Album

 

Doch so ganz ohne Musik kann er auch  nicht, erzählt er.  „Ich will meine Oldie-Band auf Mallorca wieder aufleben lassen. An dem neuen Fööss-Album habe ich mitgearbeitet, so  wie immer.

Auch in Zukunft werde ich weiter an den Titeln mitarbeiten. Nur eben nicht mehr als Sänger.“

Der wirklich letzte  Konzert-Vorhang fällt für Kafi  beim Silvester-Konzert. Dann endet  nach 21 Jahren diese  Fööss-Ära mit einem Feuerwerk.

 

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Mirko Bäumer (rechts) freut sich auf die Nachfolge von Bläck Fööss-Sänger Kafi Biermann. Foto: Decker

 

Fragen an Mirko Bäumer:

Wie nervös waren Sie vor dem Konzert mit den „Fööss“?

Es ging. Denn bei ein paar Liedern kann man ja nicht so viel verkehrt machen, denke ich.

Gab es besondere Besucher, die sie unterstützt haben?

Na klar, meine Familie. Meine Kinder, meine Frau und meine Eltern haben sich das angesehen. Sie kennen das ja sonst nur von kleinen Spots aus dem Karneval.

Gibt es vor Auftritten eigentlich ein Ritual?

Nein, nie. Als Band sitzt man dann zusammen und erzählt ein bisschen. Mehr nicht.

„Mir sin die Champions“ – diesen Song haben sie mit Kafi gesungen. Wie kam es dazu?

Das war Kafis erstes Lied nach dem Einstieg bei den Bläck Fööss. Zudem kenne ich ihn ja auch durch meine Coverband. Da haben wir gedacht, das könnte gut passen.

Wollen Sie Kafi noch etwas mit auf den Weg geben?

Sehr, sehr  viel sogar. Ich wünsche ihm für die Zukunft nur das Beste und viel Gesundheit. Es war für ihn keine leichte Entscheidung, aufzuhören. Doch er hat eine perfekte Mischung gefunden, uns auch weiter als Schreiber zu unterstützen.

Ich möchte mich in aller Form bei ihm bedanken, denn Kafi unterstützt mich, wo er nur kann. Er ist bei jeder Probe dabei und erklärt mir Schritt für Schritt, wie ich was zu singen habe.

Kafi ist der uneitelste Musiker, den ich je kennengelernt habe.

Quelle: express.de
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