Karneval in Rio: Sambaschule mit Playmobil und Deutschland-Hommage

   
Wie passend das Motto „Fastelovend em Blot, he un am Zuckerhut“ des Kölner Karnevals doch gewesen ist, zeigt auch der diesjährige Karneval im Rio.

Die traditionsreiche Sambaschule Unidos da Tijuca hat sich Deutschland als Thema gewählt, weil in Brasilien viele Menschen mit deutschen Wurzeln leben, außerdem startet im Mai das „Deutschlandjahr“ mit umfangreichem Kulturprogramm.

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Viele Brasilianer wussten nicht, dass Playmobil aus Deutschland kommt. Jetzt schon. © Foto:Screenshot ARD Mittagsmagazin

 

Sechs Motto-Wagen und 4000 hüftenschwingende Tänzer und Trommler: 80 Minuten lang hatte die traditionsreiche Sambaschule Unidos da Tijuca am Sonntag alles gegeben, um vor 80.000 Zuschauern in der Arena beim Karneval in Rio wieder die Krone für die beste Performance zu holen. Ihr Thema: Eine farbenfrohe Hommage an Deutschland. Jetzt stehen die Resultate fest: Der Vorjahressieger kommt diesmal auf den dritten Platz. Die meisten Punkte erhielt Vila Isabel (Thema: Landleben in Brasilien), gefolgt von Beija-Flor (Thema: Die Geschichte des Pferdes durch die Jahrhunderte).

Unidos da Tijuca hatte sich Deutschland als Thema gewählt, weil in Brasilien viele Menschen mit deutschen Wurzeln leben, außerdem startet im Mai das „Deutschlandjahr“ mit umfangreichem Kulturprogramm.

Und so konnte man bei der Parade ein interessantes Deutschlandbild mit einem Sammelsurium an Themen bestaunen, dass die Sambatänzer zum Besten gaben. Der Germanengott Thor lud zur Reise durch das „zauberhafte Deutschland“, dort traf er Mephisto, die Bremer Stadtmusikanten, deutsches Bier, Goethe, findige Ingenieure, den „Fliegenden Holländer“, VW Käfer, Grimms Märchen, tanzende Schwarzwälderkirschtorten – und einem Motivwagen mit Wasserrutsche und riesigen Playmobil-Figuren.

Die Botschaft der Sambaschule: „Deutschland hat der Welt viel geschenkt.“ Das Ganze dargeboten mit brasilianischer Lebensfreude – schönere Werbung kann es eigentlich nicht geben. Die Bundesregierung, deutsche Kulturbehörden und das Konsulat unterstützten die Sambaschule bei ihrer monatelangen Vorbereitung – allerdings nicht finanziell. Stattdessen wurde rund die Hälfte des 3,7 Millionen Euro teuren Gesamtprojektes von Sponsoren finanziert. Leider hielten sich deutsche Unternehmen dabei sehr zurück – obwohl es in Brasilien mehr als 1200 deutsche Firmen gibt, machten nur Volkswagen, der Pharmakonzern Merck und der Motorsägenhersteller Stihl mit – sie steuerten 20 Prozent der Sponsorengelder bei. Als Großsponsor sprang stattdessen die französische Firma GVT ein. Schade. Diese Chance hier haben deutsche Sponsoren verpasst:

Quelle: http://www.wuv.de/marketing/karneval_in_rio_sambaschule_holt_platz_3_mit_playmobil_und_deutschland_hommage

           
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