Jespenster üvver Denklingen

   

Bei Sunnesching tummelten sich Tausende entlang des Karnevalszugs an der Klus – Teilnehmer glänzten mit Ideenreichtum.

„Die statische Abnahme beim TÜV war unsere größte Herausforderung“, ließ Dirk Ringsdorf vom Kegelclub „Die Beißer“ nach den nervenaufreibenden Vorbereitungen zum Denklinger Karnevalszug durchblicken. Seit rund sechs Wochen tüftelten die neun Männer, allesamt befreundet mit dem diesjährigen Prinzenpaar der KG Rot-Weiß Denklingen, an einem einzigartigen Wagen. Nach einigen Nachbesserungen wurde das Konstrukt vergangenen Donnerstag endlich genehmigt.

Bilder: Dominic Gauger.




Das Kettenkarussell mit einer Breite von 3,50 Metern wurde auf den Namen „Fliegende Geisterbahn“ getauft. Und so schwebten – passend zum diesjährigen Motto „Su lang in Denklingen de Lichter noch brenne, su lang tobe die Jespenster in unserer Burg. Doch enmol im Jahr is der jecke Geist üverall, drum fiere mer zesamme Karneval“ – die Gespenster über den Köpfen der tausenden Jecken am Rande des Zuges. „Der Wagen ist wirklich grandios“, freuten sich auch Prinz Ralf II. und Prinzessin Jutta aus dem Hause Kolodziej und zeigten sich von der Idee ihrer Freunde sichtlich gerührt.

Insgesamt schlängelten sich 35 Gruppen durch den Ort. Angeführt wurden sie in diesem Jahr erstmalig von der „Orchestergemeinschaft LEGATO“. Die 35 Musiker unterschiedlicher Wohnorte und Generationen verwöhnten die kostümierten Zuschauer mit kölschen Klängen. Italienisch ging es hingegen in der Gruppe ‚“Die Wilde 13″ zu. So luden die 30 apart gekleideten Jecken des Vereins zum Maskenball und brachten einen Hauch venezianischen Flairs ins Oberbergische.

 

 

 

 

 

 

 

 

 




Premiere hatte auch die Dorfgemeinschaft aus Klein- und Großfischbach. Drei Wochen bauten die Karnevalisten mit ihrer Dorfjugend an dem Wagen ‚Hüttengaudi‘ und brachten dabei reichlich Holz aus der Region unter. Dadurch soll laut „Baumeister“ Reiner Lang nicht zuletzt die Gemeinschaft innerhalb der Ortschaften belebt werden. Doch bot der Karnevalsumzug nicht nur diverse Kamelle und Strüßjer. Unter dem Motto „In der Not schmeckt die Wurst auch ohne Brot“ bot die Fußgruppe „Säuköppe Lichtenberg“ den hungrigen Karnevalisten frische Blut- und Leberwurst an.

Der bekannte Kölner Dom, der seit dem 25. Jubiläum der KG im Jahr 2011 den Senatswagen schmückte, befand sich hingegen auf Abschiedstournee. Er wurde kürzlich nach Mechernich verkauft. Die Narren bekamen das Modell somit zum letzten Mal zu sehen. Prinz Ralf II. und seine Jutta genossen derweil das Bad in der Menge und den Sonnensching: „Das ist einer der Höhepunkte der Session – und das Wetter ist einfach ein Traum!“

 

 

 

 

 

 

 

Das Denklinger Prinzenpaar brachte haufenweise Kamelle unters Volk.

Quelle: oberberg-aktuell.de







 

 

           
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