Lichtgestalt Prinz Stefan I. überstrahlt alle

   

Rund 1.300 Teilnehmer bildeten den kunterbunten Rosenmontags-Lindwurm in der Republik – Originelle Gruppen und einfallsreiche Ideen machten den Morsbacher Zug nicht nur für Kamelle-Junkies interessant.

Bilder: Dominic Gauger — Prinz Stefan I. war die Lichtgestalt im Morsbacher Zug und warf aus einer riesigen Glühbirne Kamelle.

Nach einem Jahr Pause, im Vorjahr hatte Sturmtief „Ruzica“ die Träume des Morsbacher Rosenmontagszugs davongeweht, gab es in der Republik wieder am altbewährten Termin einen Kamelle-Wolkenbruch. Die rund 1.300 Zug-Teilnehmer, aufgeteilt in 33 Fußgruppen, 23 Wagen und drei Musikvereine, sparten nicht mit Bonbons, Schokolade, Blumen oder Popcorn und zauberten so vor allem den jüngsten Jecken am Straßenrand ein Lächeln ins Gesicht. Doch nicht nur die Süßigkeiten-Jäger kamen auf ihre Kosten.

Die insgesamt 40 Vereine waren besonders kreativ: So stand die Welt schon zu Beginn Kopf, als das Behindertenzentrum Morsbach vorbeizog. Die Kolpingjugend Morsbach fuhr mit selbstgebauten Autoscootern (Bild) die Zugstrecke unter dem Motto „Was ein Glück – wir bringen euch die Kirmes zurück“ ab und spielte damit auf das nicht mehr stattfindende Gemeindefest an. „Mir looßen us net alles jefallen“, erklärten derweil die „Friedhofsretter“, die sich gegen die Schließung der Friedhöfe in Alzen und Ellingen einsetzen.

 

 

 

 

 

 

 

 




Wie jedes Jahr sehr kreativ zeigte sich auch die Gruppe HJP, die als „AfD – Affen für Deutschland“ mit Bananen um sich warf und das eingängige Motto „Deutschland wird es schaffen, auch ohne alternative Affen“ auf dem Wagen prangen hatte. Wie der Karneval in Mexiko zukünftig aussehen könnte, demonstrierten die „Dullys“, die mit Sombreros hinter einer riesigen Mauer tanzten. Ansonsten fielen die Gruppen durch viel Farbe auf, wie die Gruppe „Würfelzucker“ und dem Motto „Flowerpower“ oder die Alte Funkengarde Morsbach, die sich auf Safari begeben hatte.

Am Ende des Zugs kam traditionell die Karnevalsgesellschaft Morsbach. Vom Kommando-Gerüst am Kreisverkehr in der Ortsmitte aus, auf dem einmal mehr die Brüder Theo und Thomas Stangier den Zug moderierten, konnte man über die Bahnhofstraße ein einziges blau-weißes Meer aus Morsbacher Karnevalisten sehen. Den krönenden Abschluss bildete dabei Prinz Stefan I., der passend zu seiner einstigen Lehre als Elektriker aus einer riesigen Glühbirne heraus mit Kamelle um sich warf. Damit war er die Lichtgestalt im Morsbacher Rosenmontagszug und überstrahlte alle.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Dullys demonstriertenoriginell , wie Karneval in Mexiko aussehen könnte, sollte US-Präsident Donald Trump die angekündigte Mauer errichten.

Quelle: oberberg-aktuell.de







 

 

           
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