Dreigestirn feuerte aus allen Rohren

   

50 Wagen- und Fußgruppen bescheren tausenden Schaulustigen beim Rosenmontagszug der KG Närrische Oberberger einen Kamelle-Regen – Wetterkapriolen blieben aus.

Bilder: Michael Gauger — Freuten sich auch einen fantastischen Zoch – das Engelskirchener Dreigestirn.

Erneut zeigte sich der Wettergott gnädig mit den Jecken in Engelskirchen. Trotz anders lautenden Prognosen kam der närrische Lindwurm nach seiner Tour durch den Ortskern trocken am Ziel an. 50 fantasievoll gekleidete Fußgruppen und ideenreich erbaute Wagen trafen auf viele Tausend Besucher, die sich schon unmittelbar nach dem Start im Ortsteil Hardt, bewaffnet mit Beuteln, am Zugweg postiert hatten. Bunte Raupen, Ägypter, Legosteine, Riesenköpfe, dänische Köche, dazu noch ein paar Mammuts und Einhörner – der Phantasie waren heute wahrlich keine Grenzen gesetzt. Der Zug war lang, die Gruppen bunt und teilweise groß, Musik aus der Konserve war ebenfalls reichlich vorhanden.

Da hatten die mitmarschierenden Livemusiker der Tambourkorps und Musikvereine teilweise ihre liebe Mühe, gehört zu werden. Das Publikum am Rande sang und schunkelte aber kräftig mit und beim nächsten Zugteilnehmer wurde wieder nach Kamelle und Strüsjer gerufen. Blickfang im Zug war auch der Wagen des KKL (Karnevals-Komitee-Leppe) zum 50jährigen. Präsident Heinz Scherer thronte hoch oben in einer sich drehenden Geburtstagstorte. Die „Ak ’12 un‘ Fründe“ kamen als Hippies daher, standesgemäß mit einem VW (Love-) Bus, der ununterbrochen Seifenblasen ausspuckte. „Rommersberg un Fründe“ lobt die französische Partnerstadt und präsentierte einen selbst gebauten Citroen 2 CV. Das „Männerballett un‘ Fründe“. hatte sich hingegen in eine schicke Cheerleader-Uniform geworfen.

 

 

 

 

 

 

 

Bürgermeister Dr. Gero Karthaus hatte sich mit Freunden so toll geschminkt, dass er höchstens aufgrund seiner Größe erkannt wurde.




Zum ersten Mal waren Gäste aus Gimborn dabei. Sie zeigten sich direkt im Jagdfieber. Und während sich die evangelische Kirchengemeinde glockenschwingend als „Himmlich jeck“ präsentierte, fragte sich das „Team Hahn“, wo denn all die „Indi-Hahner“ hin sind ? Arbeitsausschuss, Elferrat und die Kindertollitäten warfen die Leckereien schwungvoll mit beiden Händen ins Volk. „Iss datt nitt herrlich?“, freute sich Sitzungspräsident Peter Miebach mit Blick vom Elferratswagen auf die Menschenmenge und warf die nächste Schachtel Pralinen zu einer winkenden Dame. Das VFL-Ballett, sonst als Showtanzgruppe bekannt, kam auf Rollerblades zum Thema „Starlight Express“ angerollt. Es folgte die Schlossgarde mit ihrem Festwagen, angekündigt durch den Musikzug. Hoch zu Ross saß in diesem Jahr Major Thomas Becker. Er hatte beim letztjährigen Korpsappell das große Los gezogen und durfte „aufsitzen“.

Dass viele Köche nicht unbedingt den Brei verderben, zeigten die „Spätzünder“. „Mir koche all nur eene Zupp – De Spätzünder sinn ne jecke Trupp“, lautete ihr Motto. JuKs und Tanzkorps Rot-Weiß flogen Hand in Hand ins Nimmerland. Viele „Tinkerbells“ verteilten dazu reichlich Feen-Staub. Ganz zum Schluss kamen dann die drei Hauptakteure. Prinz Michael II., Bauer Uwe und Jungfrau Ursel fuhren viel bejubelt hoch oben auf dem Festwagen und ließen natürlich ordentlich Kamelle, Strüsjer und andere Leckereien auf die Jecken am Straßenrand regnen. Im Dauereinsatz war auch Prinzenführer Marc Bauer, der den Nachschub organisierte und ordentlich ins Schwitzen kam.

 

 

 

 

 

 

 

Was kann es für einen Engelskirchener Jeck wie Sitzungspräsident Peter Miebach Schöneres geben, als die Fahrt an Rosenmontag in den Heimatort?

Quelle: oberberg-aktuell.deMichael Gauger







 

 

           
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