Oberberg feierte weitgehend friedlich

   

Die Polizei zieht eine positive Karnevals-Bilanz – Drei Strafanzeigen mussten gestern geschrieben werden, eine Person wurde festgesetzt – In Denklingen wurde ein Mann zusammengeschlagen, Polizei bittet um Hinweise.

Bild: Martin Hütt — Die Polizei war an Karneval mit deutlich mehr Kräften im Einsatz als in den Jahren zuvor.




Bereits nach Weiberfastnacht zog die oberbergische Polizei eine positive Bilanz. Zwölf Strafanzeigen mussten die Beamten schreiben, 13 Personen wurden vorübergehend festgesetzt (OA berichtete). Und auch während der Züge, die am Sonntag und gestrigen Rosenmontag durch das Oberbergische rollten, blieb es friedlich, so Polizeisprecher Michael Tietze. In Engelskirchen musste eine Person in Gewahrsam genommen werden, außerdem wurden zwei Strafanzeigen (Beleidigung und Sachbeschädigung) geschrieben. In Waldbröl schrieben Beamte eine Strafanzeige wegen Beleidigung.

Im Rahmen des Karnevalsumzugs in Reichshof Denklingen ist ein 36-Jähriger aus Waldbröl von mehreren unbekannten Tätern zusammengeschlagen worden. Der Mann hatte sich am Sonntag gegen 16:15 Uhr im Bereich der Einmündung Hauptstraße / Poststraße aufgehalten, als sechs Personen ihn festhielten und schlugen. Eine nähere Beschreibung der Personen konnte der Waldbröler bei der Anzeigenerstattung nicht angeben. Zeugen werden gebeten sich beim Kriminalkommissariat in Waldbröl unter Tel.: 02261/81 990 zu melden.




Ob der weitgehend friedliche Verlauf der Züge auf die erhöhte Polizeipräsenz zurückzuführen ist, sei laut Tietze schwer feststellbar. Fakt sei aber, dass die Polizei in allen Bereichen mit mehr Beamten im Einsatz war, als in den vergangenen Jahren an Karneval. Unterstützung erhielten die oberbergischen Kollegen an den Karnevalstagen teilweise von Kräften der Bereitschaftspolizei und der Alarmzuggruppe. „Zu sehen, dass die Polizei mit so vielen Kräften im Einsatz war, war für die Feiernden bestimmt ein beruhigendes Gefühl“, ging Tietze von einer positiven Wirkung aus.

Die Kommunen setzten teils auf Lastwagen-Sperren, wie beispielsweise in Lindlar. Hier wurden Fahrzeuge des Bauhofs aufgestellt, um eine eventuelle Amok-Fahrt zu stoppen. Ob sich die Karnevalisten im Oberbergischen Kreis an einen solchen Anblick gewöhnen müssen, kann laut Polizeisprecher Tietze jetzt noch nicht gesagt werden. „Nächstes Jahr vor Karneval wird die Gefährdungslage aufgrund der aktuellen Geschehnisse wieder neu beurteilt.“

Quelle: oberberg-aktuell.de




 

 

           
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