Prinzenpaar schwebte aufs Podest

   

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[Bilder: Michael Gauger — Hoch über den Köpfen der jecken Narrenschar schwebte das neue Prinzenpaar des RKV herein.]

Luftiger Sessionsauftakt in Ründeroth – Neues Prinzenpaar schwebt im Drehleiterkorb ein – Anteilnahme an Geschehen in Paris.

Angesicht der dramatischen Ereignisse, die am Vorabend in der französischen Hauptstadt geschehen waren, wendeten sich RKV-Präsident Bernd Vorländer und der 1. Vorsitzende Gerd Dillmann mit einigen Worten an die Gäste, die zur Sessionseröffnung am Samstagvormittag nach Ründeroth gekommen waren. „Wir alle haben die schockierenden Szenen  gesehen oder zumindest von den Vorgängen in Frankreich gehört“, sagte Vorländer und erklärte, dass das  Mitgefühl den Verstorbenen und Angehörigen in Paris gelte, aber man sich als Karnevalisten und Menschen keinen Schritt zurückbewegen werde wegen derer, die mit Gewalt Intoleranz und ihr Weltbild durchsetzen wollen. „Wir werden mit einer Träne im Auge und mit Euch zusammen unseren Karneval feiern“. Dillmann schloss sich den Worten Vorländers an.

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[Das neue Ründerother Prinzenpaar ist gelandet.]

Ein frischer und teilweise kalter Wind wehte durch die Perle des Aggertals, als die Jecken schunkelnd auf die Ankunft des designierten Ründerother Prinzenpaares warteten. Sämtliche Abteilungen des Ründerother Karnevalvereins waren vertreten, vom Senat über den Elferrat, den Töchtern Ründeroths bis zu den Sirenen erwartete man das Eintreffen der neuen Regenten. Die ungewöhnlichen Beförderungsmittel der designierten Tollitäten, die traditionell beim Sessionsauftakt offiziell vorgestellt werden, sind in Ründeroth längst bekannt, aber das ein Prinzenpaar sogar bis aufs Podest schwebt, das hatten die Karnevalisten im Aggertal bisher noch nicht erlebt. Unter Begleitung von Polizei, dem Spielmannszug der Feuerwehr Ründeroth, der Torwache und den Dancing Kids fuhren Prinz Stefan I. und seine Prinzessin Daniela, beide aus dem Hause Schmidt, mit dem Drehleiterfahrzeug aus Gummersbach vor.

Vorländer stellte nach deren guter „Landung“ beide vor und vergaß dabei auch nicht schmunzelnd zu erwähnen, dass das Paar aus dem „neuen“ Engelskirchener Stadtteil „Hunstig“ stammt, der nun automatisch eingemeindet werden wird.

Prinz Stefan I. ist 38 Jahre alt, in Bergneustadt geboren und in Gummersbach-Hunstig aufgewachsen. Beruflich ist er als Offset-Drucker bei der Firma Welp in Bomig angestellt. Neben seiner Frau gehört seine Liebe der Feuerwehr. Der Feuerwehr Hunstig gehört er seit 26 Jahren an, ist dort stellvertretender Einheitsführer und stellvertretender Zugführer von Dieringhausen, Brunohl und Hunstig. Nebenbei arbeitet er im Aufbauteam des VfL Gummersbach.

Kennengelernt hat er seine Prinzessin vor 16 Jahren, im Jahr 2000 folgte die Hochzeit. Das Paar hat drei Söhne, die auch dem Schmölzchen angehören. Prinzessin Daniela ist 33 Jahre alt und gebürtige Engelskirchenerin. Beide können sich auf eine starke und teilweise karnevalistisch erfahrene Mannschaft in ihrem Rücken verlassen.

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[„Lieselotte Dollmann“ (2. von links) ist die Nubbeline des RKV.]

Hoch oben über der jubelndem Menge, zu der sich auch die designierten Tollitäten und Abordnungen aus Denklingen, Bielstein und Engelskirchen gesellten, waren beide schier überwältigt. Daniela fehlten beim ersten offiziellen Auftritt regelrecht die Worte. Beide stellten ihr Schmölzchen sowie die Sessionslieder vor und verkündeten kurz darauf ihr Motto, das da lautet: „Heiße Rhythmen, flotte Tänze – Karneval kennt keine Grenzen !“  Eine weitere Neuerung im Ründerother Karneval wird der „Nubbel“, besser gesagt eine „Nubbeline“ mit dem Namen „Lieselotte Dollmann“ sein, die nun in ihrer Funktion die Sünden und Verfehlungen in der Karnevalszeit tilgt, als vollwertiges Mitglied geführt wird und stets ein offenes Ohr hat. Vorländer meinte augenzwinkernd, das es sich hier wahrscheinlich, nicht nur wegen der Ähnlichkeit des Namens, sondern auch vom Aussehen her, um die uneheliche Tochter des 1. Vorsitzenden Dillmanns handeln würde, womit er zahlreiche Lacher erntete und lautstark ein dreifaches „Alaaf“ ausrief.

Bürgermeister Dr. Gero Karthaus zeigte sich erneut schlag- und zielsicher beim Anschlagen des „Pittermännchens“, denn auch bei der zweiten Sessionseröffnung innerhalb weniger Tage genügten lediglich zwei Schläge und der Gerstensaft konnte gezapft werden. Mit „kölsche Tön“ und Polonäse feierten die Ründerother noch einige Stunden in der Mitte des Ortes.

… für Euch gefunden auf oberberg-aktuell.de
… weitere Infos unter Ründerother Karnevalsverein 1975 e.V.

 

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