Die Schlossgarde stellt wieder das Dreigestirn

   

Feierliche Proklamation des Dreigestirns der KG Närrische Oberberger mit buntem Rahmenprogramm.

Bilder: Michael Gauger  — Offiziell in Amt und Würden startet das Trifolium in seine persönliche Session.

 

 

Zum zweiten Mal stellt die Schlossgarde Rittmeister Rutger von Quadt zu Alsbach die Tollitäten der Gemeinde. Inmitten eines bunten Programmes, mit Beiträgen aus den Reihen der KG Närrische Oberberger, vollzog Bürgermeister Dr. Gero Karthaus beim Prinzenball die Proklamation und überreichte die Insignien.

Senatspräsident Reinold Müller (Bild unten) durfte in der ausverkauften Sporthalle der Grundschule gut 450 Gäste, darunter mehrere Abordnungen befreundeter Vereine, begrüßen. Eröffnet wurde das Bühnenprogramm durch die Jugend der KG. Mit den Pänz der Garde zog ebenfalls die Jugendtanzgruppe ein, die jeweils mit ihren fetzigen Tänzen zu begeistern wussten. Mit ein wenig Wehmut und großem Applaus verabschiedete sich darauf das alte Prinzenpaar, Prinz Andreas und Prinzessin Carmen (Stommel), die nochmal ihr gesamtes Schmölzchen auf die Bühne brachten. Krätzjesänger Philipp Oebel hatte mit dem aufmerksamen Publikum ebenfalls leichtes Spiel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unter musikalischer Begleitung des Musikzuges der Schlossgarde, des Elferrates, der Schlossgarde und dem Tanzkorps Rot-Weiss hielten die Hauptpersonen und ihr Gefolge Einzug in den Saal. Allen voran und kräftig strüsjerwerfend Jungfrau Ursel, alias Axel Kohlberg. Ihr folgte ein gut gelaunter Bauer Uwe (Lamers). Kurz darauf dann Prinz Michael II. aus dem Hause Wiebach. Auch er ließ sich feiern und bützen. Da können 50 Meter Einmarschweg schonmal knapp 20 Minuten dauern. Zu Beginn seiner Rede stellte Bürgermeister Karthaus fest, das die „Bütt“ doch mittlerweile in die Jahre gekommen sei. Wenn der Haushalt es zuließe, so soll bald eine neue angeschafft werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In gewohnt humorvoller Weise proklamierte der Bürgermeister das Dreigestirn.

 

 

Karthaus zog kurz Bilanz zum veränderten Einkaufsverhalten Engelskirchener Männer, was auf die tatkräftige Unterstützung der scheidenden Prinzessin zurückzuführen sei. Erneut hatte er gut recherchiert und wusste über alle drei Humorvolles zu berichten. Das die Eltern von Jungfrau Ursel, der Augenweide des Dreigestirns, ein Ferienhaus im Nachbarort Wiehlmünden hatten, sorgte wohl für das behütete Aufwachsen in ländlichen Gefilden, scherzte der Bürgermeister. Tänzerische Akrobatik, organisatorische Fähigkeiten und handwerkliche Begabungen bescherten Ursel eine schnelle Karriere in den Reihen der Garde, die ihn mittlerweile zum Rittmeister beförderte. Das Publikum feierte stürmisch die „Miebacher Sahneschnitte“.

Bauer Uwe ist der Erste, der in der 124-jährigen Historie der Gesellschaft alle Funktionen in einem Dreigestirn wahrgenommen hat. „Hier wird heute Geschichte geschrieben“, war sich Karthaus sicher. „Kommandant, Mitglied des Vorstands, Prinz, Jungfrau, Bauer – das ist wie Schuldirektor, Pastor und Bürgermeister in einer Person“, fasste er zusammen und hoffte, dass der Vollblut-Jeck nicht auch noch Zeremonienmeister oder Mariechen werden will. „Wahrscheinlich hat er der Jungfrau bei der Radtour nach Kastelruth bei völliger Unterzuckerung den Bauern versprochen“, vermutete der Bürgermeister.

 

 

 

 

 

 

 

 

Carina feierte ihr zehnjähriges Bühnenjubiläum mit dem quirligen VfL-Ballett.

 

 

Tief im Osten der Gemeinde, geprägt von der Heimatverbundenheit seiner Bewohner, liegt die Molbach. „Dort wuchs ein Jüngling auf, der heute hier als Prinz vor euch steht“, begann Karthaus die Rede zum Prinzen. Das er oft seinen Vater besuchte, der als Bademeister in Ründeroth arbeitete, bescherte ihm Kontakt zur Außenwelt, stellte Karthaus augenzwinkernd fest und erklärte, „an so mancher Küche im Gemeindegebiet hat er als Tischlermeister mit herumgefummelt“.

„Genussmensch“ Michael sei aber kein Couch-Potatoe, denn seit seinem fünften Lebensjahr fahre er Ski, stellte der Laudator klar, was nach Lawinenabgängen in der Molbach schonmal von Nutzen sei und rief aus: „Das Aggertal freut sich auf den küchenkundigen Geniesserprinz, Michael II.“. Ihr Motto hatten die Drei schnell festgelegt, es lautet schlicht, aber vielsagend „Heimat“. Nachdem die Tollitäten mit den Insignien ausgestattet waren, erhielt der erste Bürger seinen verdienten Prinzenorden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein besonderes Geschenk hatte der Bürgermeister für den Prinzen. Das Originalsprungbrett vom alten Ründerother Schwimmbad. Dies bekommt er allerdings nur, wenn er im renovierten Bademeisterturm für die Mariechen an der Stange tanzt, flachste Karthaus. Die zehn Statuten des Trifoliums banden nicht nur Karthaus, sondern auch KG-Mitglieder, Pastor Christoph Bersch, das alte Prinzenpaar, den Mütterkaffee, den Elferrat und die Tanzgarden der KG mit ein. Der BDK war in Mannschaftstärke angereist und ehrte die Jubiläumsprinzen Felix Zimmermann, Wolfgang Oberbüscher sowie Dietmar Blumberg und Egon Prinz für besondere Verdienste.

Mit einem Tanz zur Musik des Musicals „Tarzan“ präsentierte sich der Mütterkaffee. Als Gorillas und Dschungeltiere kostümiert, waren alle Damen der Truppe am Auftritt beteiligt. Eine Abordnung der Prinzengarde Rot-Weiss Hürth machte seine Aufwartung und gratulierte ebenfalls, bevor das gesamte Schmölzchen die Sessionslieder präsentierte. Mit fetzigen Auftritten der Schlossgarde, des VfL-Balletts und des Tanzkorps Rot-Weiss ging der offizielle Teil langsam seinem Ende entgegen. Die Band „Kölsche Adler“ musste wegen technischer Probleme unverrichteter Dinge wieder abziehen, das Schmölzchen sprang jedoch gerne ein. Danach spielte die Hausband „Zeven Up“ zum Tanz auf.

Quelle: oberberg-aktuell.de / Michael Gauger

 

 

 

 

 

Posted by kapaaf.de – Der KarnevalsBLOG on Dienstag, 3. Januar 2017

 

 

           
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