Ründeroth – Ein Ort steht Kopf

   

Bereits seit 42 Jahren mischen die Ründerother kräftig im bergischen Karneval mit, denn damals wurde der Ründerother Karnevalsverein (RKV) gegründet. Wirt und Stammgäste der damaligen Gaststätte „Vier Linden“ hatten beschlossen: „Wir machen einen Karnevalszug durch die Oststraße!“. Und das ist bis heute so geblieben. In diesem Jahr liegt die Session zum zweiten Mal komplett in Frauenhänden. Was es wohl nirgendwo anders gibt, als in der Perle des Aggertals: Hier ist der Bauer die Mutter des Prinzen. An der Spitze der jecken Ründerother steht nun Prinz Svenja I., aus dem Hause Bosch.

Die Aggerperlen des Ründerother Karnevalsverein 1975 e. V. (RKV) Foto: Andrea Eischeid-Mathies




Die 27-jährige waschechte Gummersbacherin ist ein absoluter jecker Wirbelwind. Nicht nur dass sie leidenschaftlich gerne Handball in Marienheide spielt. Sie tanzt schon seit Jahren bei den Aggerperlen des RKV. Das ist auch der Grund, warum der Prinz keine weißen Strumpfhosen trägt, so besteht die Möglichkeit in kürzester Zeit das Oberteil auszuziehen, um sich in eine Aggerperle zu verwandeln und bei ihnen mitzutanzen.

„Als Streichelfachkraft, Tiermedizinische Fachangestellte, habe ich mir den schönsten Beruf ausgesucht“, so der Prinz. An seiner Seite steht der Bauer Renate, ebenfalls aus dem Hause Bosch. 1958 in Köln geboren, fließt schon von Geburt an jeckes Blut durch seine Adern. Beruflich ist er im Öffentlichen Dienst beim Oberbergischen Kreis tätig. Fast 40 Jahre spielte der Bauer Handball, heute sieht er lieber von der Tribüne zu. Ehemann Jörg und Tochter Sandra gehören ebenfalls zum Gefolge.

Als Dritte im jecken Damen-Trifolium zieht Jungfrau Christiane diese Session mit Prinz und Bauer durch die Säle. 1967 in Bochum das Licht der Welt erblickt, lebt sie seit 1989 im Oberbergischen. Hier lebt sie mit großer Leidenschaft ihr Hobby Karneval aus. Sie ist Praxismanagerin in der Praxis ihres Ehemannes, des Senatspräsidenten des RKV, Dr. Christian Cramer. Und zwei ihrer drei Söhne sind als persönliche Adutanten im Schmölzchen dabei. Die drei närrischen Damen absolvieren rund 130 Auftritte in der Session, von Köln bis Bergneustadt.

Diese koordiniert Prinzenführer Kai Gissinger hervorragend, so dass alle Termine perfekt zusammenpassen. Der 45-jährige Ründerother ist seit 19 Jahren im Karneval aktiv. Angefangen hat er als Elferratsmitglied und bereits seit 15 Jahren macht er den Prinzenführer. Ein Highlight im Programm des Trifoliums ist der Besuch in den Behindertenwerkstätten Oberberg in Bomig, denn hier hin gibt es auch privat gute Kontakte.

 

 

 

 

 

 

Das Damendreigestirn 2017 des RKV. Foto: Andrea Eischeid-Mathies




Die Kamelle für den Rosensonntagszug besorgt sich der RKV im Grosshandel. „Die Strüßjer holen wir im Diskounter, diese werden dann bei einem lustigen Abend mit Grünzeug von den Hofdamen und einigen Mariechen gebunden“, so der Prinzenführer.

Der RKV hat weitaus mehr zu bieten als die Tollitäten. Wie etwa die „Töchter Ründeroths“, die im Jahr 2006 gegründet wurden. Die sieben Frauen unterstützen den Verein und die Tollitäten und sind bei vielen Auftritten, sowie im Rosensonntagszug immer dabei und seit letztem Jahr mit einem eigenen Karnevalswagen.

Bereits seit 26 Jahren gehören die „Sirenen“ zum Bild des RKV. Damals wurde die 1. Frauengruppe des Karnevalvereins in der Küche der Ehrensirene Erika Kemmerling gegründet. Aus ihrem Schlachtruf „Alarm, Alarm, Alarm“, als Dank für eine Runde entstand der Name „Sirenen“. Auch diese zehn jecken Damen unterstützen ebenso wie die „Töchter Ründeroths“ den Verein und die Tollitäten.

Auch tänzerisch ist der RKV gut drauf. Die 21 feschen Mädels der „Aggerperlen“ haben Einiges zu bieten und begleiten oft das diesjährige Damen-Dreigestirn, da Prinz Svenja I. ja auch eine „Aggerperle“ ist. Mit stimmungsvollen und karnevalistischen Tänzen sind sie nicht nur in der fünften Jahreszeit unterwegs, sondern begeistern auch auf anderen Festen und Familienfeiern.

Die sechs- bis zehnjährigen Mädels und Jungs der „Dancing Kids“ sind die jüngsten im Verein. Die 29 energiegeladenen jungen Tänzerinnen und Tänzer sind das ganze Jahr über aktiv, auf Feuerwehr- und Sommerfesten, Geburtstagen und Jubiläen.




Seit über 30 Jahren ist das Korps der Torwache Ründeroth schon im Karneval aktiv, damals entstand die Idee eine „Garde“ zu gründen, die die Tollitäten in der Session begleitet. Im gesamten Oberbergischen und bergischen Kreis treten die feschen Männer der Torwache bei karnevalistischen und anderen Veranstaltungen auf. Davon rund 40 Auftritte in jeder Session, wobei sie regelmäßig die Stimmung zum Kochen bringen. Mit ihren tollen Tänzen begeistern sie die Damenwelt. Seit vielen Jahren richtet die Torwache die Kindersitzung im Dorfgemeinschaftshaus „Dö-Sti-Bu“ in Buschhausen aus.

Wer in Ründeroth noch mitfeiern möchte sollte sich folgende Termine in den Kalender eintragen: die Weiberfastnachtsparty am 23. Februar, ab 18 Uhr im Festzelt am Aggerstrand in Ründeroth, großer Rosensonntagszug, am 26. Februar ab 13.45 Uhr in Ründeroth und abends direkt nach Zugende Karnevalsparty im Festzelt. Hier ist zu beachten, dass die L 136 (früher B 55) zwischen 12.30 und 19 Uhr von der Einmündung Hammerwiese bis zur Einmündung Im Krümmel gesperrt ist.

Quelle: anzeigen-echo.de










 

 

           
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