Tausende Menschen sammeln beim Zoch in Ründeroth Kamelle

   

Närrische elf Grad und Sonnenschein – was will der Jeck mehr? Einige tausend Menschen haben Sonntagnachmittag bei bestem Wetter dem großen Karnevalszug in Ründeroth zugejubelt. Vom Himmel fielen nur Kamelle, aber davon reichlich. Als die Tollitäten des Ründerother Karnevalsvereins auf ihrem Wagen durch den Ort fuhren, war Prinz Svenja I. hin und weg. „Die Stimme ist weg, aber die Stimmung ist super!“, hatte sie kurz vor dem Zugstart in Wiehlmünden noch gesagt. Ihre Stimme sollte an diesem Tag noch mehr leiden.

Das quietschfideles Dreigestirn. Foto: N. Kleinjung




Vielleicht hätte ihr ein Schlückchen Glühwein gut getan, den der Karnevalsverein Blau-Weiß Oesinghausen von seinem Wagen in Pappbechern reichte. Die Eisbären und Pinguine unter ihrem Vorsitzenden Manfred Unger hatten noch mehr Warmmacher an Bord, eine Batterie von Schnäpsen. Wurfmaterial mit weniger Promille gab’s vom Papp-Schaufelradbagger der Aechten Popcornfründe aus Kaltenbach-Bellingroth, die Musik aus der Schweiz im Geleit hatten: Die „Goldiguuger“, 25 Musiker aus einem Ort bei Thun, bliesen den Oberbergern den Marsch.

Als Rosenkavaliere traten die gar nicht so wilden Wikinger der Gruppe Maukatzenklemm auf. 2500 Stoffrosen verteilten sie an die Zuschauer und riefen: „Mit lachendem Hätz und Karneval im Bloot erobern wir hück Ründeroth.“

99 Luftballons auf ihrem Weg nach Ründeroth und noch viel mehr gab’s gestern zu sehen: Ein quietschfideles Dreigestirn, liebe Piraten, strahlende Hippies und wandelnde Froschkönigsbrunnen machten den Karnevalszug zu einer richtig bunten Sache.




Apropos wilde Horden: Auch der TV Wallefeld gab sich kriegerisch und schipperte mit einer eigenen Piratenjolle. Trotz Meuterei auf der Wallefeld blieb eine Kollision mit dem Schiff der Hebammenpraxis rundum aus. Im jecken Kielwasser hatten es sich die Froschkönige der Gruppe „Colorados“ gemütlich gemacht. Die 14 Damen hatten ihre aufwendigen Kostüme – ein Frosch im runden Brunnen – mehrere Wochen lang selbst gebaut. Bützen war hier verboten, weil: „Küss mich nicht, ich will ein Frosch bleiben!“

Während die Hohler Bären als Zirkus-Clowns auftraten, das Bielsteiner Schmölzchen sich im siebten Himmel wähnte und die „Jeck Attack“ aus Gummersbach einen neonbunten Karneval ausrief, war Zugleiterin Angelika Ringsdorf rundum zufrieden mit ihrem Werk: Mit 32 Wagen und Fußgruppen und mehr als 800 Aktiven war der Ründerother Zug einmal mehr ein Stück größer als der im Vorjahr. Glücklich war auch der kleine Leon, der mit seinen Eltern aus Overath angereist war: Er nahm eine prall gefüllte Tasche Kamelle mit nach Hause.

Quelle: rundschau-online.de







 

 

           
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