Ründeroth vergrößert sich beim Korpsappell

   

Torwache ließ nichts anbrennen

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Einen festlichen Empfang bereiteten die vielen Jecken dem neuen Prinzen Stefan Schmidt. (Foto: Dierke)

Beim Ründerother Korpsappell wurden die Tollitäten nun auch proklamiert. Hunderte Jecke hießen ihre neuen Anführer in der fünften Jahreszeit mit viel Musik und schwungvollen Tänzen bis in den späten Abend willkommen.

Das närrische Ründeroth vergrößert sich seit dem Elften im Elften zusehends. Gummersbach-Hunstig, der Wohnort der Tollitäten, wurde vom Karnevalsverein bereits bei der Sessionseröffnung faktisch annektiert. Expansionsdrang war auch am Samstag zu spüren. Zum Korpsappell der Ründerother Torwache begrüßte Kommandant Hans-Georg Meinerzhagen die Gäste in „Ründeroth Süd“ – gemeint war Engelskirchen, genauer gesagt, die Festhalle an der Grundschule.

Hunderte Jecke hießen dort am Nachmittag ihre neuen Anführer in der fünften Jahreszeit willkommen. Ein Donnergroll aus den Lautsprechern, dann zog der Verein mit seinen vielen Gruppen und fetzigen Rhythmen in den Saal. Zwischen „Aggerperlen“, „Töchtern Ründeroths“, „Sirenen“ sowie Schmölzchen und Mariechen jubelten Prinz Stefan I. und seine Prinzessin Daniela aus dem Hause Schmidt ihrem Volk zu, warfen rote Rosen und Küsschen. Als freiwilliger Feuerwehrmann in führender Funktion hat der Prinz sein gesamtes Gefolge auf den Brandschutz eingeschworen: Das Schmölzchen hatte sich in Feuerwehrkluft geschmissen.

In seiner Proklamationsrede ging Bürgermeister Dr. Gero Karthaus auf das heiße Hobby der Tollität ein: Weil Prinz Stefan ja jetzt im jecken Einsatz ist, sehe die Stadt Gummersbach den Brandschutz in Hunstig gefährdet, scherzte Karthaus: „Deswegen wird die Torwache die Brandwache dort übernehmen – wobei, die legen die Begriffe ,Brand’ und ,Löschen’ schon mal auf ihre Weise aus.“ Nachdem das Prinzenpaar proklamiert war, wurden die elf Gebote vorgelesen: Schunkeln und Singen ist in Ründeroth fortan Pflicht, Erwachsene müssen ihre Kinder an den Karneval heranführen, und der Bürgermeister soll für einen Tag dem Prinzen als persönlicher Adjutant dienen.

Feurig ging’s auf der Bühne weiter. Die kölsche Erfolgsband „Cat Ballou“ brauchte nur wenige Takte, bis die Besucher feierten. Sie spielten ihre neuen Hits und prophezeiten „Die Stääne stonn joot“. Unter einem guten Stern stand auch die Neuaufnahme von Torwache-Gardisten. Kommandant Meinerzhagen stellte die drei Neuen vor. Willi Hansen wird fortan „Jünter“ genannt, so wie das Maskottchen seines Lieblingsvereins Borussia Mönchengladbach. Birger Böckert kommt als „Mecki“ in die Truppe, weil er seine Haare gerne gelt. Und Dennis Frank ist „De Botz“, weil er „sogar bei -20 Grad Bermudas trägt“. Nach guter Sitte wurden sie mit viel Puder entlaust. (ag)

… für Euch gefunden auf rundschau-online.de
… weitere Infos unter Korps der Torwache Ründeroth e. V. und unter Ründerother Karnevalsverein 1975 e.V.

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