Viele Raketen, Läusepulver und neue Tollitäten

   

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[Bilder: Michael Gauger — Die Ründerother Torwache wußte ihr Fest mit viel Musik und Unterhaltung zu feiern.]

Korps der Torwache zu Ründeroth hielt Korpsappell ab – Neue Mitglieder feierlich aufgenommen – RKV proklamierte sein neues Prinzenpaar.

Mit den Worten „Herzlich Willkommen in Ründeroth-Süd“ begrüßte Kommandant „Schorsch“ Meinerzhagen am frühen Samstagabend gewohnt fröhlich die Gäste in der fast ausverkauften Sporthalle der Grundschule Engelskirchen, zu denen auch zahlreiche befreundete Vereine gehörten. Einer der Programmpunkte sah zudem die Proklamation der neuen RKV-Tollitäten vor.

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[Kommandant Hans-Georg „Schorsch“ Meinerzhagen.]

Mit den „Dancing Kids“ des RKV durften die Jüngsten als Erste ran. Aus sieben Kindern sind mittlerweile fast 20 geworden, die mit ihren Tänzen zu begeistern wissen und auch das Publikum direkt miteinbezogen. Logische Konsequenz war die erste Saal-Rakete des Tages, bevor der RKV und sein Prinzenpaar einmarschierte. Der Hofstaat und Prinzessin Daniela zeigten sich zuerst dem jecken Volk, nachdem RKV-Präsident Bernd Vorländer sie angekündigt hatte. Strahlend verteilte sie Rosen ans Publikum, bevor sich auch Prinz Stefan I. seinen Weg bützend zur Bühne bahnte. Passend zur Leidenschaft des Prinzen, der in der Freiwilligen Feuerwehr tätig ist, war das Gefolge in entsprechende Uniformen gekleidet. „Die haben Beide mit Hitze zu tun, der Prinz beim Löschen und die Prinzessin im Sonnenstudio“, scherzte Meinerzhagen bei der Vorstellung.

Gewohnt redegewandt und humorvoll proklamierte Bürgermeister Dr. Gero Karthaus das Prinzenpaar. Zuvor zeichnete er jedoch drei verdiente Ehrenmitglieder aus. Ulrich „Flora“ Lindner, Herbert „Muff“ Stahl und Jürgen „Pläät“ Norden erhielten das neue Ehrenabzeichen. Karthaus erwähnte in seiner Ansprache vor allem die karnevalistische Laufbahn des Prinzen, denn nach der Teilnahme am Karnevalszug im Ort war nur noch diese eine Steigerung möglich. Als gebürtige Engelskirchenerin ist Daniela für diese Aufgabe geboren, erklärte Karthaus. Führungsqualitäten habe sie ohnehin, denn drei Söhne komplettieren die Familie Schmidt. „Die vier Männer im Haushalt lesen ihrer Chefin die Wünsche von den Augen ab“, flachste der Rathauschef, bevor er dem Paar die zum Teil außergewöhnlichen Insignien der Macht überreichte.

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[Beim Fassanstich ebenso sicher wie in der Bütt: Dr. Gero Karthaus.]

Der Prinz wird in diesem Jahr nicht zepter-, sondern „strahlrohrschwingend“ durch die Session führen. Die verkündeten Paragraphen des Paares sehen unter anderem vor, dass Karthaus einen Tag als Adjutant mitreisen muss. Meinerzhagen freute sich, mit dem nächsten Programmpunkt bereits einen Höhepunkt des Abends ankündigen zu können. Mit der Band „Cat Ballou“ stieg die ohnehin gute Stimmung auf ungeahnte Höhen, denn die Jungs ließen einen Hit nach dem anderen folgen. Der Saal tobte und zeigte sich textsicher beim Mitsingen von Songs wie „Die Stääne stonn joot“, „Hück steiht de Welt still“ oder „Et jitt kei Wood“.

Tosender Applaus, als danach die Gastgeber selbst einzogen. Ohne lange zu fackeln wurden die drei „Neuen“ vorgestellt, die sich fortan tänzerisch zu der Garde gesellten. „Hygiene ist sehr wichtig und ihr habt Glück, das Pulver der Entlausung hält ein Leben lang“, erklärte der Kommandant. Willi „Jünter“ Hansen, bekannt als Mönchengladbach-Fan allererster Güte, Birger „Mecki“ Böckers, der den Spitznamen seiner gel-gestärkten Stachelfrisur verdankt, und der auch bei Minusgraden Bermudashorts tragende Dennis Frank, künftig „De Botz“ gerufen, mussten die staubige Prozedur zur Freude von Garde und Saal über sich ergehen lassen. Zünftig eingekleidet und mit Alaaf-Rufen versehen, treten sie nun offiziell ihren Dienst bei der Torwache an, der sofort mit den Sessionstänzen begann. Trainerin Anna wurde nicht vergessen und mit einem eigens komponierten Song auf die Bühne zitiert.

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Kräftig geschunkelt und mitgesungen wurde bei der Band „SixPack“, die mit bekannten Hits aber auch eigenen Songs aufwartete. Tänzerisch zeigten die „Aggerperlen“ als zweite RKV-Tanzgruppe, dass man in der Sommerpause nicht untätig war, bevor das Prinzenpaar samt Gefolge ihre Sessionslieder präsentierte.

„Die Pillhöhner“ hatten es mit ihrem Zwiegespräch etwas schwer, bei den Liedern wie „Wenn ett jückt wie verrückt“ aber wieder die ungeteilte Aufmerksamkeit der Jecken. Tanzmariechen, die bis unter die Decke flogen, und dreistöckige Hebungen präsentierte das Tanzkorps der KG Dürscheder Mellsäck, bevor die Gastgeber dem Saal musikalisch keine Pause mehr gönnten. Weder mit der Band „Kläävbotze“, bei deren Liedern spontan eine große Polonaise durch den Saal zog, noch bei der Formation „Kärnseife“ wurden die Stühle als Sitzgelegenheit benötigt.

… für Euch gefunden auf oberberg-aktuell.de 
… weitere Infos unter Ründerother Karnevalsverein 1975 e.V.

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